Campingstart mit Hindernissen

Am Donnerstag wollten wir uns eigentlich gemütlich nach dem Frühstück auf den Weg in die Blue Mountains machen, um dort rechtzeitig an einem wohl recht schwierig zu erreichenden Campingplatz anzukommen und unsere erste Nacht im Dachzelt zu verbringen. Der Tag startete allerdings schon mit einer schlechten Nachricht: die Werkstatt,  bei der wir das Auto über Nacht zum Service hatten, servierte uns eine gesalzene Rechnung. Aber gut, dafür war unser Honda nun in einem einwandfreien Zustand..  Jetzt aber nichts wie raus aus der Stadt! Denkste.. kaum ein paar Meter gefahren, verursachte uns ein – ich benenne es vorsichtig – weltfremder indischer Pathologe einen Blechschaden, indem er einfach nach dem Abbiegen wenden wollte. Natürlich ohne nach hinten zu schauen. Ist ja nicht so schlimm, aber als er uns die Schuld in die Schuhe schieben wollte, ist uns der Kragen geplatzt. Um es kurz zu machen – er hatte keine Chance gegen zwei wütende Backpacker, die gerade einen Haufen Geld in ihr Auto gesteckt hatten. Danach ging der Tag vorbei, um diverse Werkstätten abklappern und sowohl das Auto wieder checken zu lassen und sich Angebote für Reparaturen einzuholen. Aber hey –  wenn jemand wissen möchte, wie das in Australien mit der Polizei, Versicherungen, Unfällen oder Werkstätten läuft – fragt uns, wir wissen jetzt Bescheid! 😀

Als wir schließlich viel zu spät aufbrechen konnten, steckten wir natürlich erst mal in dicken Rush-Hour-Staus. Aus der geplanten Mittags-Ankunftszeit in den Blue Mountains wurde 21 Uhr. Und nun fing der Spaß erst an.

Unser Campingplatz lag etwas abseits der Hauptstraße. Ca. 10 km. Ist doch nicht weit, oder? Okay, es wurde ein 4WD empfohlen, um dort hin zu kommen. Aber schließlich haben wir ja einen. Gut, man soll hier nicht im Dunkeln fahren. Aber wir hatten keine andere Wahl. Die Strecke dort hin hat seinem Namen alle Ehre gemacht: The Devil’s Wilderness. Eine brutale Bodenwelle folgte der anderen, steilste Anstiege und Gefälle wechselten sich ab, und das Alles auf unbefestigter Schotterstraße mit nicht unerheblichen Abhängen zur Seite. Ich bewundere Christian im Nachhinein für seine Ruhe am Steuer, die ich nicht mal auf dem Beifahrersitz bewahren konnte. Und ich bewundere unser Auto, das Alles fabelhaft meisterte. Als wir schließlich ankamen, wollten wir nur noch schnell ins Bett. 

Am nächsten Morgen sahen wir erst einmal, auf welch schönem Platz wir uns befanden! Wir genossen das Frühstück in unberührter Natur und machten uns über die gleiche Piste wieder zurück in Richtung Hauptstraße. Im Tageslicht fuhr es sich deutlich besser, und wir genossen es richtig! Die nächsten Nächte werden dennoch auf besser erreichbaren Plätzen verbracht und definitiv im Hellen angefahren 😉

Hier noch ein Foto unseres ersten Campingplatzes. Mehr Fotos folgen in Kürze in der Galerie, wenn es mal wieder WLAN gibt! Und über die Blue Mountains an sich wird auch noch berichtet 😊 Cheers!

Camping in The Devil’s Wilderness

 

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Schwesterherz
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Schwesterherz

Oh Gott was für ein Abenteuer!!! Da zittert man richtig mit 😘😘😘
Jetzt erholt Euch erstmal von den Aufregungen und genießt es! Jedenfalls liest es sich sehr spannend! Bin gespannt auf die Fortsetzung 😍

Uwe
Gast
Uwe

So was Ähnliches wie euer Abenteuer mit dem Campingplatz hab ich mal auf Korsika erlebt. Den ganzen Tag gefahren, mitten in der Nacht nach abenteuerlicher Fahrt am Campingplatz angekommen. Ich war so fertig, daß ich mich einfach hingelegt habe. Da würde ich wohl heute noch liegen, hätte mich meine Damalige nicht zum Zeltaufbauen überredet. Aber am nächsten Tag wars dafür dort auch wunderschön. Also, ich kann das nachfühlen. So, stay tuned.
P.S. Wombats schmecken gegrillt sehr lecker 😉

Bianca Gärtner
Gast
Bianca Gärtner

Boa, was ein Abenteuer. Mir wäre da auch das Herz in die Hose gerutscht bei der Nacht fahrt zum Camping Platz.
Ich hoffe das es nach den Anfangs Schwierigkeiten mit dem Auto nun reibungslos weiter geht.

Schöne Grüße
Bianca