Ostküste im Schnelldurchlauf

Unsere Flucht vor dem nasskalten Wetter an die Ostküste hat sich in mehrfacher Hinsicht rentiert: Zum Einen gab es deutlich mehr Sonne, zum Anderen bekamen wir eine ganz andere Seite der Insel zu Gesicht. Die ersten zwei Nächte hatten wir uns in guter deutscher Manier vorreserviert im berühmten Freycinet Nationalpark. Als wir dort ankamen, noch mit nassem Zelt vom Morgen im verregneten Queenstown, empfing uns ein traumhafter Platz inmitten eines toll angelegten Campingplatzes. Mit eigenem Strom- und Wasseranschluss, direkt am Meer. Und – die Sonne schien!

Dementsprechend energiegeladen planten wir am nächsten Tag eine ausführliche Wanderung zur Wine Glass Bay, die als schwierig eingestuft war. Aber schließlich waren wir inzwischen wandererfahren. Dass wir aber allein 4 km bergauf laufen mussten, um überhaupt zum Anfang des Wanderwegs zu gelangen, merkten wir erst, als wir fast dort angekommen waren. Bis dahin hatten wir es schon als Teil des Wanderwegs gehalten – und uns nur etwas gewundert, dass er direkt an bzw. auf einer Hauptstrasse entlang führte… Nun gut, wir hatten aber noch genug Kraft, um den Wanderweg anzupacken. Es ging weiterhin steil bergauf, zu einem Aussichtspunkt auf die schöne Bucht. Und dann zur Bucht auf der anderen Seite des Bergs hinunter. Mir wurde schon schlecht, als ich an den Rückweg dachte.. sooo viele Stufen! Christian hat sie gezählt: insgesamt gut 2700 an der Zahl! Aber die Bucht war es wert, und das herbstliche Wetter hatte den Vorteil, dass wir sie zwischenzeitlich ganz für uns alleine hatten. Der Rückweg war hart, und als wir nach insgesamt 5,5 Stunden ununterbrochener Wander- und Kletterei in unsere Campingstühle fielen, hätte mich nicht mal mehr ein wildgewordenes Possum zum Aufstehen gebracht.

Am nächsten Tag brachen wir auf zum letzten Schlafplatz an der Küste, bevor es wieder Richtung Devonport gehen musste. Von der Bay of Fires hatten wir schon viel Gutes gehört, daher auf zum Campingplatz, der sogar den gleichen Namen wie die Bucht hatte. Kann ja keiner ahnen, dass er dennoch woanders liegt. Das fanden wir erst heraus, nachdem wir die recht lange und beschwerliche Anfahrt über Schotterstraßen hinter uns gelassen und uns gemütlich eingerichtet hatten. Aber wie so oft führen Missverständnisse oder Verwechslungen zu tollen neuen Erfahrungen, und die Ansons Bay, in der wir gelandet waren, hatte es in sich! Der Strandspaziergang, den wir uns stundenlang bei tollem Wetter gönnten, war traumhaft schön. Ich denke, die Bilder sprechen für sich..

Trotz des besseren Wetters und der tollen Strände waren der Regenwald und die wilde Schönheit des Westens für uns die Highlights der Insel. Tasmanien ist wirklich wunderschön, und wir werden definitiv wiederkommen! Heute sitzen wir schon wieder auf der Fähre in Richtung Festland. Die nächsten drei Nächte gönnen wir uns den Luxus einer festen Unterkunft in Melbourne City (AirBnB machts günstig möglich!). Wäsche waschen, Akkus laden und vorallem entspannen ist angesagt. Wir sind gespannt auf die Stadt!

Blick auf die Wineglass Bay
Wineglass Bay
Wineglass Bay
Ansons Bay
Ansons Bay
Ansons Bay
Ansons Bay

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Janna & ChrisAngie und mista_birdyDaniel Letzte Kommentartoren
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Daniel
Gast
Daniel

Sagt mal, ist Ostern Down Under nicht a little boring ? Die bunten Emu-Eier sieht man doch von ner Meile aus😉 und das Ausblasen dauert ne Ewigkeit
Frohe Ostern euch beiden.

Angie und mista_birdy
Gast
Angie und mista_birdy

Hallo ihr zweibeiden, von uns auch schöne Ostern. 🐇
Bear Grylls hätte wahrscheinlich die schönste Freude mit Euch. 😉

Und hat man von Social Media etwas Abstand genommen, schaut man nun hier täglich vorbei. 🤣🤣
Ist viel interessanter und schön geschrieben.
Lasst es Euch gut gehen und bis die Tage.