One Night in Bangkok…

…ist auf gar keinen Fall genug – es müssen mindestens vier sein!

Dieser Beitrag ist wie der Vorherige eine Besonderheit, denn er ist ein weiterer Gastbeitrag, diesmal von unserer Freundin Sonja! Sie begleitete uns (leider nur) drei Tage in Bangkok. Viel Spaß beim Lesen!

Was macht man, wenn man Freunde auf Weltreise hat? Selbst eine antreten und auf eine zufällige Begegnung spekulieren? Besser nicht, weswegen meine Wahl auf eine Reise nach und ein Stück weit auch durch Thailand fiel.

Nach einer neuntägigen Reise, die mich entlang des Thailändischen Golfs in Richtung Süden bis hin zur wunderschönen Insel Koh Tao führte, kehrte ich mit Fähre und Bus in die schrille, laute aber dennoch irgendwie auch sanfte und friedliche Hauptstadt zurück. Der Plan, am Tag X Johanna, Christian und unsere Freundin Kerstin zu treffen wurde in die Tat umgesetzt. Ein paar Umarmungen mit meinen soeben aus Singapur eingeflogenen Freunden später, fanden wir uns auch schon im nächstgelegenen Supermarkt wieder, wo wir uns erst einmal für die nächsten vier Tage mit einer ausreichenden Menge an leckeren frischen Früchten sowie den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, also Bier und Sekt; eindeckten. Ein solches Wiedersehen wollte und sollte schließlich gebührend gefeiert werden! Die passende Kulisse dazu stellte u.a. unsere Unterkunft in Form einer 185m²-Wohnung im 12. Stock, die nicht nur Badezimmer und Klimaanlagen in ausreichender Anzahl, sondern auch einen beeindruckenden Ausblick bot, dar. Einem Bestaunen unserer Behausung folgte ein gemütliches Bierchen, bei welchem wir uns über unsere bisherigen Reiseerlebnisse austauschten und fleißig Pläne für die kommenden Tage schmiedeten. Was kann man wohl so alles in dieser Stadt anstellen? Als Erstes sollte es ein ausgiebiger Streifzug durch das mittlerweile abendliche Bangkok sein. Nur einfach und irgendwo etwas zu essen zu finden? Nicht hier und nicht mit uns! Vielmehr kann man hier eigentlich den Weg als Ziel sehen: Garküchen mit tanzenden Köchinnen, Stände mit bunten Früchten oder himmlisch duftenden und noch himmlischer schmeckenden Pfannkuchen durchmischt von nicht essbarem Krimskrams-man findet in dieser Stadt wirklich alles! Gestärkt, mit vielen Eindrücken aber auch ziemlich erschöpft kehrten wir zurück und freuten uns schon auf den nächsten Tag.

Der prunkvolle Buddhistische Tempel mit dem liegenden Buddha lud uns zum ausgiebigen Verweilen, Bestaunen und Kraulen der Katzen, die sich dort offensichtlich pudelwohl fühlten, ein. Neben dem imposant großen liegenden Buddha fanden sich natürlich noch jede Menge weitere, allerdings sitzende und auch deutlich kleinere, Buddhas. Als Kontrastprogramm setzten wir uns im Anschluss in ein Longtailboot und ließen uns durch die Khlongs und damit weniger prunkvollen aber dafür ursprünglichen Seiten Bangkoks schippern. Langsam dahin marodierende Häuser am Wasser und klimatisierte Luxus-Einkaufszentren ein paar Kilometer weiter: krasser können Gegensätze kaum sein. Nachdenklich und ebenfalls wieder um viele Eindrücke bereichert, begaben wir uns auf die Suche nach einem Eiskaffee. Während wir die kühlende Köstlichkeit genossen, erlebten wir, wie klein die Welt 9000km von zu Hause entfernt sein kann: In diesem Augenblick trafen wir zufällig unsere ehemalige Arbeitskollegin Bettina! In Bangkok gibt es wirklich nichts, was es nicht gibt!Abends zogen wir ein paar Bahnen in unserem Pool (Ach ja, unser Wohnkomplex verfügte natürlich auch über einen Pool!) und ließen uns bei einer spätabendlichen Fußmassage nach Thailändischer Tradition verwöhnen. Welch eine Wohltat nach diesem Tag!

Für unseren zweiten Tag hatten wir uns Shopping auf Thailändisch vorgenommen und trieben uns auf einem Markt für alle Arten von Klamotten herum. Uns durch die verwinkelten Gänge schlängelnd staunten wir über das geschäftige Treiben wieder einmal nicht schlecht. Im Nu war es wieder Abend und damit höchste Zeit, die leckeren Garküchen unsicher zu machen! Entsprechend gestärkt wollten wir an jenem Abend noch hoch hinaus und eine dazu passende Rooftop-Bar im 49. Stock war bald gefunden. In schwindelerregender Höhe genossen wir unsere Cocktails, die bunt leuchtende Skyline und sogar den einen oder anderen Blitz. Man könnte sagen, wir waren dem Himmel schon ziemlich nah!

An unserem dritten und leider auch letzten gemeinsamen Tag wollten wir es kulturell noch einmal so richtig wissen und besichtigten den Großen Palast. Auf dem weitläufigen Gelände befinden sich nicht nur ein Gästehaus, in welchem Repräsentanten und Staatsoberhäupter aus aller Welt residieren dürfen, sondern auch ein Nachbau von Angkor Wat! Obwohl es sich dabei um eine natürlich deutlich kleinere aber dennoch maßstabsgetreue Ausgabe handelt, war das Bauwerk unglaublich imposant! In Begleitung eines freundlichen Guides, der nicht nur all unsere Fragen ausführlich beantwortete sondern sich auch als begnadeter Fotograf zeigte, besichtigten wir diesen majestätischen Ort. Dank ihm haben wir wirklich viele schöne Erinnerungen mit liebevoll und detailreich verzierten Türmen und Torbögen im Hintergrund und sogar einem waschechten Palastwächter in unserer Mitte. Die Zeit verging mal wieder wie im Flug! Den Heimweg traten wir stilecht in einem Tuk-Tuk an, worin man den ganz normalen Verkehrswahnsinn am besten erleben kann. Einmal mittendrin heißt es das oberste Gebot natürlich ganz klar Festhalten und an roten Ampeln auch gerne mal andere Verkehrsteilnehmer fröhlich grüßen! Nach einer weiteren Schwimmrunde plünderten wir natürlich wieder ein paar Garküchen und ließen den Abend mit einem nächtlichen Stadtbummel ab.

In den knapp vier Tagen hatten wir eine tolle Zeit zusammen mit vielen spannenden, lustigen und einfach außergewöhnlichen Erfahrungen! Dazu gehörten Fahrten in diversen Taxis, die schon mal ein bisschen individueller gestaltet waren und auch das eine oder andere Kuscheltier mit an Bord hatten, waghalsige Fahrten mit dem Tuk-Tuk (So etwas fehlt bei uns zu Hause definitiv!) und kulinarische Genüsse aller Art. Was ich persönlich aus diesem ganz besonderen Land mitgenommen habe ist, dass ich sehr gerne wiederkommen und noch meine Erkundungstour fortsetzen möchte!

Liegender Riesen-Buddha
Tanzende Pad Thai-Köchin
In der Octave Rooftop Bar
In der überwältigenden Anlage des Großen Palastes
Nur Lachen hilft im rasenden Tuktuk..

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Daniel
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Daniel

Wunderschön zu lesen und noch schöner zu wissen das es euch so gut geht.Thailand ist bei mir schon sehr lange her bleibt aber unvergessen. Ja das erste frittierte Eis mit Panade , hach ja. Und die Kontraste gab es da auch schon aber das ohne merkbare Spannungen. Was mich brennend interessiert, habt ihr schon eure Kickerleidenschaft ausgelebt? In Asien gibt es doch viele Zocker. Vielleicht könnt ihr so eure Getränkeausgaben minimieren.